Die Alkene sind eine wichtige Stoffgruppe der Organischen Chemie. Es handelt sich um Kohlenwasserstoffe, die eine C=C-Doppelbindung enthalten. Kohlenwasserstoffe mit zwei Doppelbindungen werden auch als Diene bezeichnet, Kohlenwasserstoffe mit drei Doppelbindungen als Triene und so weiter.

Die C=C-Doppelbindung wird in manchen Schulbüchern (zum Beispiel Schroedel, Chemie heute SI) auch als C=C-Zweifachbindung bezeichnet. Ich werde in meinen Ausführungen jedoch beim üblicheren Begriff C=C-Doppelbindung bleiben.

Alkene sind wegen der hohen Elektronendichte an der C=C-Doppelbindung recht reaktionsfreudig. An die Doppelbindung können sich andere Teilchen anlagern (Addition), in der Regel sind das Teilchen, die auf der Suche nach Elektronen sind, sogenannte elektrophile (elektronenliebende) Teilchen. Daher bezeichnet man die typische Reaktion der Alkene auch als elektrophile Addition.

Auf diesem Bild sehen wir die Addition von Wasserstoff an ein Buten-Molekül. Dabei entsteht das Alkan Butan. Wenn sich Wasser an die Doppelbindung addiert, erhalten wir Butan-2-ol, also einen Alkohol. Es kann sich aber auch Chlor oder Brom an die Doppelbindung anlagern, dann erhalten wir 2,3-Dichlor-butan bzw. 2,3-Dibrom-butan. Außerdem haben Alkene die Neigung, mit den eigenen Molekülen zu reagieren und so lange Ketten von Makromolekülen zu bilden. Viele Kunststoffe werden aus Alkenen hergestellt, zum Beispiel Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polystyrol (PS) und Polyvinylchlorid (PVC).